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Vorderlader - Waffengesetz

Nachfolgende Informationen beruhen auf dem "Waffengesetz Letzte Neufassung vom:

11. Oktober 2002 (BGBl. I S. 3970; ber. S. 4592 und 2003 I S. 1957)
Inkrafttreten der Neufassung am: 1. April 2003

Letzte Änderung durch: Art. 3 Abs. 5 G vom 17. Juli 2009 (BGBl. I S. 2062, 2088)
Inkrafttreten der letzten Änderung: 25. Juli 2009 (Art. 5 G vom 17. Juli 2009)

Das Waffengesetz (WaffG) regelt den Umgang mit Waffen, Schusswaffen und Munition in Deutschland.

Vorderlader im Waffengesetz

Oft wird vereinfachend geschrieben, das Vorderladerwaffen für Erwachsene frei verkäuflich sind. Das stimmt nur bedingt. Richtig ist zwar, dass der Umgang mit Waffen oder Munition nur Personen gestattet ist, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Das Wort "Vorderlader" kommt aber, genau genommen, im Waffengesetz gar nicht vor. Das Waffengesetz sieht Ausnahmen von der Erlaubnispflicht für folgende Waffenkategorien vor, sofern deren Modell vor dem 1. Januar 1871 entwickelt worden ist:

  1. einläufige Einzelladerwaffen mit Zündhütchenzündung (Perkussionswaffen)
  2. Schusswaffen mit Lunten- oder Funkenzündung (Steinschloss, Radschloss)
  3. Schusswaffen mit Zündnadelzündung

In der folgenden Tabelle sind die Ausnahmen von der Erlaubnispflicht mit einem "X" gekennzeichnet:

Waffenkategorie Erwerb und Besitz Handel Herstellung Führen
einläufige Einzelladerwaffen mit Zündhütchenzündung X X
Schusswaffen mit Lunten- oder Funkenzündung X X X X
Schusswaffen mit Zündnadelzündung X X

Die perfekten Begriffsbestimmungen laut Waffengesetz sind viel zu sperrig für den alltäglichen Gebrauch. Einige Hinterladerwaffen aus dem amerikanischen Bürgerkrieg (Sharps, Smith) werden daher umgangssprachlich mit den Vorderladern in einen (frei verkäuflichen) Topf geworfen. Dagegen sind alle Vorderladerrevolver, doppelläufige Perkussionsflinten und andere mehrläufige Perkussionswaffen erlaubnispflichtig. Zum Erwerb bedarf es einer gelben Waffenbesitzkarte für Sportschützen.

Unbedingt zu beachten ist, dass man Waffen die frei verkäuflich sind, nicht automatisch in der Öffentlichkeit mit sich herumtragen (Führen) darf. Möchte man dies außerhalb seiner Wohnung oder seines befriedeten Besitztums tun, benötigt man einen Waffenschein. Zum Transport der Schusswaffe beispielsweise zum Waffenhändler oder zum Schießstand ist kein Waffenschein erforderlich, sofern die Waffe nicht zugriffsbereit und nicht schussbereit transportiert wird. Das Wort "Diskretion" steht ebenfalls nicht im Waffengesetz, empfiehlt sich aber generell beim Umgang mit einer Waffe.

Um dem Missbrauch und der unsachgemäßen Benutzung von Vorderladern vorzubeugen, ist der Umgang mit Schwarzpulver und anderen Treibladungspulvern erlaubnispflichtig (Sprengstoffgesetz).

Irrtümer vorbehalten. Den aktuellen Text des Waffengesetzes gibt es beim Bundesministerium der Justiz.