Vorderlader - Ladedaten
Vorderlader Ladedaten

Vorderlader - Ladedaten



 

Ladedaten

Gramm (g) und Grain (gr)

Während sich in Europa die Segnungen des metrischen Systems durchgesetzt haben, bestehen die Amerikaner immer noch auf ihren althergebrachten Maßeinheiten. Neben dem Gramm, muss man sich daher mit dem guten alten englischen "Grain" (Korn) anfreunden. Sobald man sich erst einmal daran gewöhnt hat, erweist sich das Grain als eine sehr zweckmäßige Einheit. Die nachfolgenden Faktoren sind für den praktischen Gebrauch gerundet:

1 Gramm entspricht 15,43 Grain (gr).
1 Grain entspricht 0,065 Gramm (g)

Zoll und Millimeter

Die Ladedaten für Vorderladerwaffen werden, wie in Deutschland üblich, im metrischen System vorgegeben. Da das Kaliber der Waffe meist in Zoll angegeben wird, muss auch hier umgerechnet werden. Inch und englisches Zoll sind ein und dasselbe. Ein englisches Zoll (in) entspricht genau 25,4 Millimetern.

Ladeempfehlungen "Faustregeln" für das Laden von Vorderladerwaffen mit Schwarzpulver.

Die hierin aufgeführten Werte stammen aus diversen kompetenten Quellen, orientieren sich vornehmlich an den Bedürfnissen der (Nicht long-range) Vorderlader-Sportschützen. Die weitaus überwiegende Mehrzahl der Schützen dürfte in den genannten Bereichen "ihre Topladung" finden, mit welchen ihre Waffe die gewünschten engen Streukreise auf der Zielscheibe hinterlässt, wenn, ja wenn zusätzlich die in der nachstehenden Schlussbemerkung erwähnten "übrigen Ladekomponenten" stimmen. Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass das Thema "Pulverladung" bei Vorderladern nur ’eine Seite der Medaille’ ist. Die andere Seite ist die Frage der verwendeten Geschosse, denn auch hier sollte man berücksichtigen, dass, je nachdem, ob eine gepflasterte Rundkugel oder ein (gefettetes) Langgeschoss verwandt wird, die Pulverladung nicht unerheblich variieren kann.

Langgeschosse mit flachem Boden (Maxiball o. ä.) benötigen eher eine stärkere -, Hohlbodengeschosse (Minié o. ä.) eher eine schwächere Ladung.

Was die Präzision einer Ladung anbelangt, ist ein optimales Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten erforderlich:

  • Rundkugel: der benötigte Durchmesser kann auch bei gleicher Kaliberangabe differieren.
  • Pflaster: div. Materialstärken sowie Art des Tränkmittels (Fett, Bohrmilch, Solvent, Spucke etc.)
  • Langgeschoss: - jeweils „richtiger“ Durchmesser, (Boden)-Form, Länge (Gewicht) sowie Art und Sorte der Fette.

Die Frage der Verwendung (in Langwaffen) von Rundkugel oder Langgeschoss ergibt sich auch aus der Dralllänge der Züge. Rundkugeln erfordern einen erheblich längeren Drall als Langgeschosse um gute Ergebnisse zu erzielen. Bei Langgeschossen heißt die Devise; je schwerer – und damit länger das verwendete Geschoss, desto kürzer der Drall. Als grobe Richtschnur kann man hier nennen: Bevorzugte Dralllänge für:

  • Pflaster-Rundkugel = ca. 1,20m – 1,70m
  • Langgeschosse = ca. 0,45m – 1,00m

Das heißt, man sollte (kann) nicht in jeder Büchse - jede Geschossart verwenden.

Ladevorschlag: PDF

Auswahl des Geschosses

Zur Auswahl des Geschosses muss zunächst das Kaliber der Waffe mit ausreichender Genauigkeit bestimmt werden. Bei gezogenen Läufen wird dazu der kleinste Laufdurchmesser ermittelt. Der kleinste Durchmesser ergibt sich aus der Messung von Feld zu Feld (Feldkaliber). Eine Genauigkeit von 0,05 mm, wie man sie mit einem gewöhnlichen Messschieber erzielen kann, ist für Pflasterkugeln völlig ausreichend. Eventuelle Messungenauigkeiten kann man durch Versuche mit verschiedenen Pflasterstärken ausgleichen. Als Faustregel zieht man vom Feldkaliber 0,01 mm ab und sucht eine passende Kugel heraus.

Für die Beispielwaffe beträgt das Feldkaliber 11,3 mm. Abzüglich 0,1 mm kommt man auf eine Kugelgröße von 11,2 mm. Die nächstmögliche, kleinere Kugel im Angebot hat einen Durchmesser von 11,15 mm. Das entspricht einem Geschosskaliber von 0,44 Zoll.

Auswahl des Pflasters
 
Das Pflaster muss im Durchmesser zwei bis zweieinhalb mal so groß sein, wie der Kugeldurchmesser. Pflaster werden in Stärken von 0,1 bis 0,5 mm angeboten. Für die Bestimmung der Pflasterstärke gibt es ebenfalls eine Faustregel. Bei gezogenen Waffen gilt es dazu den größten Laufdurchmesser zu ermitteln. Dieser ergibt sich bei einer Messung von Zug zu Zug (Zugkaliber). Die Hälfte der Differenz von Geschoss- und Zugkaliber ergibt die rechnerische Pflasterstärke.

Die optimale Pflasterstärke muss empirisch, das heißt durch Versuche ermittelt werden. Die Beispielwaffe hat ein Zugkaliber von 11,45 mm. Abzüglich des Geschosskalibers von 11,15 mm ergibt sich eine Differenz von 0,3 mm. Die Pflasterstärke lt. Faustregel beträgt daher 0,15 mm.

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